
Smart Facility Management - was darf ich darunter verstehen?
Die Zeiten ändern sich: früher hatte ein Facility Management einfach zu funktionieren, aber seitdem die Gebäude zunehmend ‚smart(er)’ werden (meint: datenelektronisch vernetzt) hat das Facility Management auch zu performen. Die Elektrifizierung und Standardisierung in den Organisationsprozessen mit all’ ihren Digitalisierungen hat längst zu dem Managementtitel CiO geführt - chief information officier. Von einem COFM (Chief officier Facility Management) kaum eine Spur. Dass wir mittlerweile eine ähnlich hohe oder gar mehr Digitalisierung in den Gebäudeeinrichtungen haben als in den Arbeitsprozessen, ist vielen entgangen. Ein smartes Facility Management gehört zur Informatik des Gebäudes. Und ganz sicher gilt: Klimaneutralität kann es ohne ein kluges Facility Management nicht geben. Denn neben der Decarbonisierung ist insbesondere unser Ressourcenverbrauch und Abfallerzeugung deutlich zu reduzieren. Smartes Facility Management hilft uns dabei.
Wohin führt der Weg?
Längst ist das Facility Management dem Leistungsfeld des bloßen wischen, schrauben oder kontrollieren entwachsen. Moderne Gebäudetechnik bedarf diverser Expertisen, eines Leistungsverbundes vieler Disziplinen, um den Anspruch moderner Gebäude an Schutz und Sicherheit, an Effizienz und Effektivität zu erfüllen. Es geht um digitale Leittechniken, prospektive Flächenplanung und Raummodelle, es geht um ein responsive engineering, ebenso wie predictive performances im Facility Management. Das Thema IoT (internet of things) streckt seine Arme immer weiter zum Facility Management aus, um die notwendige Verknüpfung der Einrichtungen und Anlagen untereinander zu gewährleisten. BIM (building information modelling) wird nun auch in Deutschland - wenn auch langsam - Standard. Seine Schnittstellen zum Gebäudebetrieb werden stets mehr und besser. Zunächst richteten sich Blicke vor allem auf ‚planerische Transparenz‘ (Stichwort u.a. digitaler Zwilling), heute richten sich die Blicke zunehmend auf ‚betriebliche Performanz‘ und ‚ökonomische Resilienz‘ - wer sein Gebäude nicht angemessen in Stand halten und bewirtschaften kann, verliert es.
Welche Form des Facility Managements wir in Zukunft auch immer als ‚klug‘ bezeichnen wollen, wird am Ende von den Informationen abhängen, welche wir zu unseren Entscheidungsfindungen heranziehen. Informationen entstehen aus der Verschneidung von Daten und hier liegt auf weiteres die Achillesferse des smarten FM. Viele Betreiber haben ihre entscheidungsnotwendigen Daten nicht zur Hand, wissen nicht um deren Aktualität oder deren lückenlose Plausibilität.
Das Problem ist von genereller Natur und daher hat sich die Facility Care ein Verfahren überlegt, wie sich die entscheidungsnotwendigen Daten kostengünstig und verlässlich herbeiholen lassen. Wer dazu Fragen hat, wendet sich gerne an uns - Stichwort „Fusselrolle“.
Worauf wird es ankommen?
Kaum ein Erdenbürger, der nicht in Gebäuden lebt oder mit (technischen) Anlagen seiner Produktivität nachgeht - viele bedürfen eines Facility Managements, möglichst in der klügsten Form vorstellbar.
Wenn wir das Facility Management der Zukunft smart gestalten wollen, dann geht es um weit mehr als um bloße Digitalisierung, um mehr als eine formelle Vernetzung der Anlagen über QR-Codes. Es geht um größere Fragen eines „Wie wollen wir Facility Management denken (seine Modelle)? „Was verdient schon morgen mehr unserer Für- und Vor-Sorge? „Wie werden wir Facility Management zukünftig erleben können? und auch: „Wie gelingt es uns, die Bedeutung des Facility Managements mit der Aufmerksamkeit an Facility Management in eine bessere Balance zu bringen? Am Ende geht es auch im Facility Management darum, welche Entscheidungen getroffen, welche Informationen dazu unabdingbar sind und wie wir an die entsprechenden Datensätze gelangen. Mit Daten rechnen wir, mit Informationen bilanzieren wir. Das Facility Management von heute trägt bereits entscheidend zur unternehmerischen Bilanzierung bei - häufig übersehen: Gebäude und deren Einrichtungen bilden für Unternehmen als auch Kommunen die größte Kapitalbindung.
Im smarten Facility Management dreht sich vieles um digitale Netze, um digitale Daten und KI-basierte Prognosen zu technischen Anlagen. Das ist smart, aber auch smart genug? So manche CAFM-Einführung (computer aided facility management) hat mehr ‚digitalen Abfall‘ erzeugt als praktischen Nutzen im Facility Management gebracht. Aus unserer Sicht geht es um etwas mehr. Zwar mag es auch darum gehen, dass wir Maschinen und Prozesse besser miteinander kommunizieren lassen, aber mehr noch geht es darum, dass wir untereinander mit unseren verschiedensten Rollen im Facility Management besser in Beziehung treten können. Das Beziehungsdreieck wird aus Mensch - Gebäude- (unternehmerischer) Performanz gebildet.
Wir von der Facility Care verstehen unter einem smarten Facility Management mehr als eine Leistungsbereitstellung in Form digital vernetztes Gebäudeelemente. Wird smart auch als klug verstanden, dann werden Facility Management-Modelle, nach denen Gebäude betrieben werden sollen ebenso bedeutsam sein wie Zukunftsmodelle zu besseren oder gar neuen Formen der Wertschöpfung, welche Gebäude und deren Einrichtungen uns in Aussicht stellen. Dazu zählt aus unserer Sicht nicht nur das materielle Facility Management, sondern auch die vielen immateriellen Gebäudeleistungen - angefangen bei der Arbeitsatmosphäre, der Bereich des noch jungen Soft Facility Management oder die Liebe zu einer Dienstleistung, die wir mit dem Begriff ‚facilityness‘ zu umgreifen suchen. Ein smartes Facility Management mag technisch effizient sein, wahrhaft smart wird es erst, wenn es auch organisational effektiv wirkt, unseren Zusammenhalt stärkt, unsere Möglichkeiten als Gemeinschaft erweitert und zukünftigen Generationen Zuversicht schenkt.
Das smarte Facility Management ist ein überaus interessantes, neues Themenfeld, welche alle Bereiche und Ebenen unserer Disziplin betrifft. Wenn du Lust auf eine gemeinsame Exploration der Möglichkeiten hast, melde Dich gerne. Mein Name ist Bernd Schlockermann, Du erreichst mich unter Tel. 0251 899 66 - 10 oder Mail: bernd.schlockermann@facility-care.com
Dipl.-Ing. (FH), M. Eng.
Vorstand
0251 899 66 - 10
bernd.schlockermann@facility-care.com